Musikverein

Wappen2 Der Ortsteil Schwalbach-Griesborn der heutigen Großgemeinde Schwalbach, der von Beginn des 19. Jahrhunderts bis in unsere jüngste Zeit vom kleinen Bauerndorf zu einer großen Gemeinde mit gut 9.000 Einwohnern heranwuchs, verdankt diese sprunghafte Entwicklung den reichen Kohlevorkommen, die auf seinem Gemeindegebiet zutage getreten sind. Vom ursprünglichen Tagebau (Stollenbau) ging man Anfang des 19. Jahrhunderts zum Tiefbau über, wo bis Mitte des 20. Jahrhunderts in sechs Schachtanlagen die Kohle zutage gefördert wurde. Der Bergbau, verbunden mit seiner harten und schweren Arbeit, prägte das Bild der Gemeinde und seiner Bürger. Dort wo schwer und hart gearbeitet wird, können die Menschen auch froh feiern und zum Feiern gehört seit jeher Musik. Es ist deshalb verständlich, dass schon sehr früh von Blasmusik bei den Bergleuten berichtet wird. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts bestand in unserer Gemeinde eine Bergkapelle, die nicht nur zu Anlässen, die mit dem Bergbau verbunden waren, aufspielte, sondern auch bei weltlichen und kirchlichen Feiern in der Gemeinde mitwirkte. Die Bergmusik und ihre großzügige Förderung durch die Grubenverwaltung, insbesondere die ständige Ausbildung neuer und junger Bergmusiker, schufen in unseren Gemeinden ein großes Reservoir gut ausgebildeter Blasmusiker, aus deren Reihen sich auch andere Musikvereine bildeten. Mit dem Niedergang des Bergbaues in unserer Gemeinde nach dem zweiten Weltkrieg, endete auch die Tätigkeit unserer Bergkapelle. Auch die daneben bestandenen Blaskapellen des örtlichen Musikvereins bzw. des katholischen Kirchenchores mussten mangels Nachwuchses um 1960 ihre Aktivitäten einstellen.

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